Mystik und Legenden in Wormbach
Ein Ort voller Rätsel und verborgener Wunder
Auf meinem letzten fotografischen Streifzug durch das Schmallenberger Sauerland hatte ich ein echtes Stück Fotogeschichte auf die Kamera geschraubt: das Ashai Super-Takumar 35mm f/2.0. Dieses Vintage-Objektiv zeichnet sich nicht nur durch seine mechanische Präzision aus, sondern weist auch eine chemische Besonderheit auf: Die Verwendung von schwach radioaktivem Thorium im Glas. Mit der Zeit verleiht dieses Material der Linse eine charakteristische gelbliche Tönung, die den Bildern einen unverwechselbaren, warmen Nostalgie-Look verleiht. Die Strahlung ist allerdings so minimal, dass man beim Fotografieren wahrscheinlich eine höhere Dosis durch das natürliche Sonnenlicht abbekommt – mein Geigerzähler bleibt jedenfalls tiefentspannt und ich leuchte nach dem Fotografieren auch nicht im Dunkeln. Aber genau dieses kleine „strahlende“ Extra macht das Takumar zur idealen Wahl für das entschleunigte Fotografieren, bei dem man sich bewusst Zeit für das Motiv nimmt. Mit dieser Kamera-Kombination im Gepäck führte mich mein Weg nach Wormbach, um dort die mystische und geheimnisvolle Stimmung der Kirche und des Kirchhofs einzufangen.
Der Kirchhof in Wormbach im Schmallenberger Sauerland ist weit mehr als eine reine Begräbnisstätte. Er zählt zu den insgesamt 42 Sauerländer Seelenorten – Orte, die eine ganz eigene Faszination ausüben. Direkt auf dem Kirchhofsgelände, unmittelbar neben der Kirche, steht ein beeindruckender Lebensbaum, dessen beachtlicher Stamm von seiner enormen Kraft und Beständigkeit zeugt. Er ist nicht nur ein Naturdenkmal, sondern ein lebendiges Symbol für ein Ereignis, das viele als Wunder bezeichnen.







































