G.A.S.-Alarm: Wenn das Altglas-Fieber zuschlägt
Ein Schrank voller kleiner Retro-Schätzchen
Eigentlich fing alles ganz harmlos an. Es ist mittlerweile fast drei Jahre her, dass ich auf Instagram Blümchen-Bilder entdeckte, die mir sofort auffielen. Das Bokeh war anders – nicht so glatt gebügelt, sondern malerisch und voller Charakter. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nie etwas von Vintage-Objektiven oder der Altglas-Fotografie gehört, aber diese Bilder ließen mich nicht mehr los. Unter den Posts stand immer wieder dieser Hashtag: #pentacon50mm18.
Und ruckzuck war meine Neugier geweckt. Da der Name verdächtig nach einem Objektiv klang, fing ich an zu recherchieren. Schnell war klar: Das ist ein alter Klassiker aus vergangenen Tagen. Ich informierte mich über passende Adapter und wie ich diesen Oldtimer überhaupt an meine moderne Kamera andocke. Und tadaaa ♪ ♫ – kurz darauf hielt ich mein erstes eigenes Pentacon 50mm f/1.8 für ganz kleines Geld in den Händen!
Das Faszinierende daran: Diese Linsen sind ein wunderbarer Einstieg in eine ganz eigene, malerische Art der Fotografie. Dabei geht es gar nicht um teure Prestige-Objekte – im Gegenteil: Viele dieser Schätze schlummern vergessen in alten Fotokoffern auf dem Dachboden oder lassen sich für ein paar Euro auf dem Flohmarkt ausgraben.
Und wie das bei einer echten Leidenschaft so ist: Einmal angefangen, wollte ich mehr über die verschiedenen Charaktere wissen. So entdeckte ich bald auch die unter Kennern gefragten Schätze wie das Trioplan 100 – und mein Feuer für dieses alte Glas war endgültig entfacht.
Tja, und ab da nahm das Schicksal seinen Lauf: Ich hatte mich mit G.A.S. infiziert – dem Gear Acquisition Syndrome (Ausrüstungs-Anschaffungs-Syndrom). Heute nenne ich meine Sammlung lieber mein ganz persönliches Stück Zeitgeschichte mit hohem sentimentalen Wert. ツ













