Waldglück & Weitblick

Unterwegs am Hohen Knochen & Kahlen Asten

Rund um den Hohen Knochen bei Westfeld erstreckt sich ein weitläufiges Netz aus Waldwegen für ganz unterschiedliche Touren. Wer hinauf zum Kahlen Asten möchte, hat die Wahl zwischen verschiedenen Routen, die sich durch den Wald und über die Höhen bis zum Gipfel schlängeln. Unsere Tour führte uns direkt durch und über den Hohen Knochen, wobei wir die Pfade so kombiniert haben, dass wir die besonderen Plätze im Gelände optimal ansteuern konnten.

Waldglück pur – der Blick aus dem dunklen Fichtenwald weit hinein in das helle Tal

Unterwegs im Wald

Beim stetigen Aufstieg lässt sich die frische Waldluft wunderbar genießen. Die Strecke bietet eine willkommene Ruhe und führt durch eine Umgebung, in der man die Natur noch ganz ungestört erlebt. In diesem Gebiet verlaufen auch die bekannten Wanderwege Schwedensteig und Kahler Asten-Steig. Unsere Route folgte dabei teilweise dem Kahler Asten-Steig und führte direkt an den Jagdhütten vorbei. Diese alten Blockhütten wurden früher für die Jagd genutzt und sind ein schöner Blickfang am Wegrand.

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Die Jagdhütten liegen idyllisch im Wald am Hohen Knochen

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Ein Relikt aus alten Zeiten: Ein ehemaliger Wanderstempel


Wanderstempel aus alter Zeit

An den Westfelder Jagdhütten findet man noch ein besonderes Relikt: einen historischen Wanderstempel. Früher gab es keine Apps, um Touren zu erfassen – Wanderer nutzten stattdessen einen Pass aus Papier. In dem Schlitz unter dem Schild war eine Metallzange montiert, mit der man ein individuelles Muster als Nachweis in das Papier drückte. Wer genug dieser Stempel gesammelt hatte, bekam beim Verkehrsverein eine Wandernadel oder eine Urkunde überreicht. Heute stehen diese Pfosten als stumme Zeugen der Wandergeschichte am Wegrand.

Hinauf auf den Gipfel

Sobald man aus dem Wald kommt, öffnet sich die Landschaft und man radelt direkt durch die weite Astenheide. Nur ein kurzes Stück vor dem Ziel kommt man an der Lennequelle vorbei, bis man schließlich oben am Astenturm steht. Von dort hat man eine fantastische Aussicht über das ganze Sauerland. Es ist ein guter Ort, um eine Pause zu machen und die Ruhe zu genießen. Wer eine Einkehr plant, sollte jedoch beachten, dass das Restaurant am Turm zurzeit nur am Wochenende geöffnet hat.

Kurze Pause am Astenturm

Über den Sauerland Höhenflug zurück

Der Rückweg führte uns durch das Winterberger Höhendorf Altastenberg und ein Stück entlang des Fernwanderwegs Sauerland Höhenflug. Dabei kommt man am Großen Bildchen und am Kleinen Bildchen vorbei. Das sind historische Wegschreine (Bildstöcke), die dort schon seit Jahrhunderten als Orientierung für Reisende stehen. Über die Drehschlade – ein wichtiger Bergsattel und Wegkreuzung – ging es schließlich wieder bergab. Diese Strecke bietet eine schöne Mischung aus Waldwegen und freien Flächen.

Ein Ort der Verbundenheit: Das Große Bildchen, umgeben von Gedenksteinen zahlreicher SGV-Abteilungen.

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Wandern und Biken im Einklang mit der Natur – unterwegs auf dem Sauerland-Höhenflug zwischen dem Kleinen und Großen Bildchen.

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Wegweiser an der Drehschlade – ein zentraler Bergsattel auf der Tour.

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Historischer Rastplatz: Der kleine, eingezäunte Bildstock (Kleines Bildchen) oberhalb von Nordenau

Bärlauch-Check am Wegrand

Beim Radfahren lohnt sich auch ein Blick auf den Waldboden. Der Bärlauch schiebt nämlich schon die ersten grünen Spitzen durch die Erde. Wer beim Vorbeifahren schon an ein leckeres Pesto denkt, muss sich noch ein klein wenig gedulden – für ein ganzes Glas reicht die Ernte noch nicht. Aber lange dauert es nicht mehr, dann ist hier alles bereit für die Sammler.

Der erste junge Bärlauch spitzt vorsichtig durch das herbstliche Laub.