Von Höhendorf zu Höhendorf

zwischen Schanze und Hoheleye

Die hier gezeigten Bilder stammen von vor wenigen Tagen, als der Winter oben auf den Bergen im Sauerland noch einmal alles gegeben hat. Inzwischen ist zwar auch in den Höhenlagen ein Teil der weißen Pracht wieder weggetaut, doch diese Aufnahmen halten den Zustand fest, wie er sich vor kurzem noch präsentierte. Es war dieser Moment, in dem man im Tal schon merkte, dass der Schnee weniger wird, während oben auf dem Rothaarkamm noch eine völlig andere, tiefverschneite Welt herrschte. Die Ruhe und die weite, weiße Landschaft boten dabei einen ganz besonderen Anblick.

Die Rothaarsteig-Markierung an einem tiefgefrorenen Baum in Hoheleye

Die Rothaarsteig-Markierung an einem tiefgefrorenen Baum in Hoheleye

Schanze und Hoheleye

Die Fotos zeigen die beiden Orte Schanze, das zu Schmallenberg gehört, und Hoheleye, ein Stadtteil von Winterberg. Diese Dörfer liegen beide sehr hoch direkt auf dem Kamm und sind über den Rothaarsteig eng miteinander verbunden. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen zeigte sich die Natur dort oben in einer fast schon unwirklichen Winterpracht. Die Kälte war deutlich spürbar, und die gesamte Umgebung wirkte wie aus der Zeit gefallen, während es weiter unten im Tal schon deutlich weniger winterlich zuging.

Altes Forsthaus in Schanze

Altes Forsthaus in Schanze

Die verschneite Hoheleyer Hütte hoch oben am Rothaarsteig

Die verschneite Hoheleyer Hütte hoch oben am Rothaarsteig

Ruhe auf der Kammloipe

Verbunden sind die beiden Orte bei viel Schnee auch über die Rothaarsteig-Loipe. Während dieser Tage herrschte im Wald eine angenehme Stille, die nur gelegentlich vom Knistern der gefrorenen Äste unter der Schneelast unterbrochen wurde. Es ist einfach ein schönes Gefühl, auf diesen einsamen Wegen unterwegs zu sein und den Alltag für einen Moment hinter sich zu lassen. Die klare Luft und die schier endlosen weißen Wege laden dazu ein, tief durchzuatmen und die winterliche Einsamkeit in vollen Zügen zu genießen.

Unter dem Krummstab: Skilangläufer auf der Rothaarsteig-Loipe in Schanze.

Unter dem Krummstab: Skilangläufer auf der Rothaarsteig-Loipe in Schanze

Die monumentale Skulptur Krummstab bei Schanze

Wahrzeichen am Wegesrand: Die monumentale Skulptur „Krummstab“ bei Schanze

Funkelndes Schauspiel im Wald

In den hohen Fichten konnte man beobachten, wie die Sonne den Schnee ganz langsam zum Schmelzen brachte und die Tropfen an den Nadeln glitzerten – ein schöner Kontrast zur kalten Luft. Das Licht brach sich in den schmelzenden Kristallen und verwandelte den Forst für kurze Zeit in eine glitzernde Märchenlandschaft. Genau diese Lichtstimmung im Wald war es auch, die mich am selben Tag zu den kreativen Wischtechniken inspiriert hat, die ich bereits im Beitrag „Winter in Bewegung“ gezeigt habe – die vertikalen Linien der Bäume und das Funkeln harmonierten dort perfekt mit der Dynamik der ICM-Fotografie.

Funkelnde Tautropfen im winterlichen Hochwald
Funkelnde Tautropfen im winterlichen Hochwald

Diamanten des Winters: Funkelnde Tautropfen im winterlichen Hochwald

Lost Place am Rothaarsteig

Eines der Bilder zeigt dabei den wohl einsamsten „Lost Place“ am Rothaarsteig: Eine Bank, die so tief eingeschneit und von raureifbedeckten Ästen umrankt ist, dass sie fast mit der Umgebung verschmilzt. Eines ist sicher: Wer diesen versteckten Ort findet, hat dort garantiert seine Ruhe – vermutlich auch deshalb, weil alle anderen schon beim Anblick Frostbeulen bekommen.

Einsame Ruhe: Eine tief verschneite Bank als vergessener Ort am Rothaarsteig

Impressionen vom Rothaarkamm

Diese Galerie zeigt noch einmal, wie es aussieht, wenn die Fahrt im Sauerland nach „ganz oben“ führt, um den echten Winter zu erleben, bevor er sich langsam wieder zurückzieht – ergänzt durch einige winterliche Eindrücke vom Kyrillpfad in Schanze. Die Aufnahmen fangen die besondere Stimmung auf dem Berg ein, die man unten im Flachland so oft verpasst. Wer also noch einmal Lust auf Schnee und Eis hat, kann sich hier durch die restlichen Fotos der Tour klicken.