Fotorundgang im Retro-Style

Nostalgischer Stadtbummel durch Winterberg

Winterberg ist eine stark touristisch geprägte Stadt und zieht sowohl im Winter als auch im Sommer viele Besucher an. Während die vielen Cafés, Restaurants und Ladenlokale in der Innenstadt zu einem gemütlichen Stadtbummel einladen, bietet der Ort – insbesondere zur kalten Jahreszeit – eine Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten und Attraktionen.

Historisch betrachtet hat Winterberg eine 700-jährige Geschichte und war bereits im Mittelalter als Hansestadt ein wichtiger Knotenpunkt an der Heerstraße Köln-Kassel und Frankfurt-Soest. Leider wurde die Stadt im 18. Jahrhundert durch zwei große Stadtbrände zerstört, wobei nur sieben Häuser übrig blieben. Darunter befindet sich Haus Festes in der Hellenstraße.

Fachwerkgiebelhaus „Haus Festes“ in der Hellenstraße

Die ältesten Häuser

Haus Festes ist ein gut erhaltenes Beispiel für ein Fachwerkgiebelhaus in Winterberg. Es ist ein altes Ackerbürgerhaus, das nach dem ersten Stadtbrand 1759 neu erbaut wurde und den großen Brand von 1791 überlebt hat. Damit ist es eines der ältesten Häuser in Winterberg. Um 1990 wurde es außen nach alter Art renoviert. Die alten „Giebelhäuser“ befinden sich alle in der Kernstadt und sind ein charakteristisches Merkmal der historischen Bebauung in Winterberg. Zum Teil sind sie auch heute noch gut erhalten und stehen unter Denkmalschutz. 

Haus Festes in der Hellenstraße

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Haus Abels in der Hauptstraße

Haus Rickeses in der Hellenstraße

Haus Johammanns in der Marktstraße

Kirche, Pfarrhaus & altes Rathaus

Die Geschichte der katholischen St. Jakobus Kirche reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Auch sie fiel den Stadtbränden zum Opfer und wurde jedes Mal wieder aufgebaut. Die ältesten Teile des Altars stammen vom Anfang des 18. Jahrhunderts. Neben der Kirche befindet sich das Pfarrhaus und die Vikarie – ein Doppelhaus unter Krüppelwalmdach. Auch das alte Winterberger Rathaus – ein zweigeschossiges Traufenhaus unter Krüppelwalm – steht in der Kirchstraße.

Ehrenmal & Brunnen

Der Brunnen am Ehrenmal in der Kirchstraße hat ebenfalls eine historische Bedeutung. An dieser Stelle befand sich einer von fünf Stadtbrunnen, die durch hölzerne Wasserleitungen gespeist wurden, sowie das städtische Brau- und Backhaus. An der Kriegsopfer-Gedächtnisstätte stand das alte Spritzenhaus von Winterberg.

Brunnen am Ehrenmal

Kriegsopfer-Gedächtnisstätte

Marktplatz & Kiepenkerl

Den Winterberger Marktplatz an der „Unteren Pforte“ kann man auch als Herzstück der Stadt bezeichnen. Er verbindet Alt- und Innenstadt und ist ein beliebter Treffpunkt und Veranstaltungsort. Hier befinden sich Ladenlokale, sowie Cafés und Bars mit Außenterrasse, wo man gemütlich sitzen kann. Außerdem steht hier die Statue des „Winterberger Handelsmann (Kiepenkerl)“, der an eine schwere Zeit erinnern soll. Denn damals wurden in Heimarbeit Holz- und Eisenwaren hergestellt und dann in einer großen Rückentrage (Kiepe) weit in die Welt getragen. Die Winterberger Handelsleute zogen sogar bis Holland und Dänemark, um die Waren dort zu verkaufen und so ihr karkes Einkommen aus Land- und Forstwirtschaft aufzubessern.

Statue des Winterberger Handelsmann (Kiepenkerl)

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Marktplatz „Untere Pforte“

Kapelle auf dem Kreuzberg

Die Kapelle am Rad wurde im Jahr 1850 eingeweiht. Sie steht auf dem Kreuzberg oberhalb von Winterberg, von wo man eine schöne Aussicht auf die Stadt hat.

Kapelle auf dem Kreuzberg

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Aussicht vom Kreuzberg

St. Georg Schanze

Die St. Georg Sprungschanze ist das Wahrzeichen von Winterberg. Sie steht am Herrloh oberhalb der Stadt. Oben auf der Schanze gibt es eine Aussichtsplattform von der man einen tollen Panoramblick über Winterberg hat. Allerdings ist sie nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel, sondern auch ein wichtiger Trainingsort für Skispringer und Austragungsort für Wettkämpfe. Die Schanze hat eine Länge von 220 Metern und einen Gesamthöhenunterschied von 100 Metern. Bereits 1928 wurde auf dem Herrloh die erste Natursprungschanze gebaut und als St. Georg-Schanze betitelt. Diese alte Schanze wurde jedoch im Jahr 1958 durch einen schweren Sturm zerstört. Im Jahr 1959 begann der Neubau der heutigen Schanze und im Jahr 1961 wurden hier erstmals die Deutschen Meisterschaften im Skisprung und der Nordischen Kombination ausgetragen.

St. Georg Schanze

Hinweis:

Einige Informationen über Winterberg habe ich der Internetseite winterberg.de entnommen. Gesichter von Personen auf dem Marktplatz wurden mit Hilfe von KI verändert, so dass sich hier niemand wiedererkennen kann. ツ Die Fotos sind allerdings alle von mir im August 2025 aufgenommen worden. Es handelt sich um neuzeitliche Bilder, die mit alten Objektiven aufgenommen und in Schwarzweiß konvertiert wurden.

Nostalgischer Bilderrundgang