Naturschutzgebiet Neuer Hagen

Die Niedersfelder Hochheide

Das Naturschutzgebiet “Neuer Hagen”, besser bekannt als Niedersfelder Hochheide, ist die größte Bergheide in Nordrhein-Westfalen. Typische Pflanzenarten, die in dieser rd. 75 Hektar großen Heidelandschaft wachsen, sind Zwergsträucher wie Besenheide, Blaubeere und Preiselbeere. Zur Zeit blüht die Heide wunderschön und taucht die Umgebung in ein pink-violettes Farbenmeer – eine wahre Augenweide.

Blühende Hochheide bei Niedersfeld

Um die Heide zu erhalten, wurden in den letzten Jahren Naturschutzmaßnahmen wie das Plaggen und die Beweidung mit Schafen und Ziegen durchgeführt. Beim Plaggen wird die oberste Pflanzendecke mit etwas Rohhumus abgeschält, um vergraste Heideflächen wieder zu beleben. Die Schafe und Ziegen knabbern, wie in der Astenheide, die aufkommenden Gehölze und das Gras ab, so dass sich die Heidepflanzen durch Neuaustrieb regenerieren können. Nebenbei blöken die Schäfchen fröhlich durch die Gegend und genießen ihr Schafsleben.

Schafe in der Niedersfelder Hochheide

Wanderwege durch die Heide

Oberhalb des Winterberger Ortsteils Niedersfeld befindet sich auch ein gut strukturiertes Wanderwegenetz. Unter anderem führen der Rothaarsteig und die Winterberger Hochtour durch die Hochheide. Wenn man dem Rothaarsteig ab Hochheide-Hütte ca. drei Kilometer folgt, kommt man zum Gipfel des Langenbergs. Er ist mit 843,5 Metern der höchste Berg Nordrhein-Westfalens und des Rothaargebirges. Allerdings bietet er im Gegensatz zum Kahlen Asten keine Fernsicht, da er bewaldet ist. Wer einen entspannten Rundweg sucht, der findet den Goldenen Pfad in der Hochheide. Hierbei handelt es sich um einen Landschaftstherapiepfad mit 10 Stationen und einer Länge von ca. fünf Kilometern.

Kleine Aussichtsplattform am Goldenen Pfad

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Gipfel des Langenbergs mit Kreuz und Ruhebänken, aber ohne Fernsicht

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Rothaarsteig oberhalb von Niedersfeld

Der Clemensberg

Der Clemensberg ist ein 837 m hoher Berg und liegt im Naturschutzgebiet Neuer Hagen zwischen Willingen und Winterberg. Auf seinem Gipfel steht ein Kreuz, von dem man einen herrlichen Rundumblick in die Heide und das Winterberger Umland hat. Der Aufstieg zum Gipfelkreuz ist kurz und moderat, so dass man nicht besonders sportlich sein oder über gute Kletterkenntnisse verfügen muss, um den Berg zu bezwingen. Wer möchte, kann sich vor dem „Aufstieg“ in der nahegelegenen Hochheide-Hütte stärken.

Gipfelkreuz auf dem Clemensberg

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Aussicht vom Clemensberg in die Heide

Die Hoppeckequelle

Nur wenige Gehminuten vom Gipfelkreuz des Clemensbergs entfernt, entspringt die Hoppecke. Der Fluss mündet nach 35 Kilometern zwischen Bredelar und Marsberg in die Diemel. Das Quellwasser der Hoppecke tritt unterhalb eines Natursteinblocks mit der steinernen Aufschrift „Hoppeckequelle“ aus einem kleinen Erdloch hervor. Aufgrund ihres kleinen Einzugsgebiets, das sich nur bis zum nahegelegenen Clemensberg ausdehnt, hat die Quelle eine geringe Schüttung, und sie kann in heißen Sommermonaten sogar trockenfallen. [Quelle: Wikipedia]

Der Rothaarsteig überquert die Hoppeckequelle

Der Goldene Pfad

Der Goldene Pfad – Landschaftstherapiepfad Hochheide – gehört zu den 42 Seelenorten des Sauerlandes und ist gleichzeitig ein entspannter, fünf Kilometer langer Rundwanderweg durch die Heidelandschaft. Zehn Achtsamkeitsstationen laden dazu ein, die Natur mit allen Sinnen wahrzunehmen und zur Ruhe zu kommen. Start und Ziel der Wanderung ist der „Einstimmungsplatz“. In der Nähe befindet sich ein Parkplatz, wo man sein Auto abstellen kann. Man erreicht den Parkplatz, indem man in Niedersfeld der Ausschilderung Hochheide folgt.

Einstimmungsplatz

Oh, wie schön blüht die Heide