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„Spät abends in der Dunkelheit erwacht das heimliche Leben im Garten – und die Terrasse wird zur nächtlichen Snack-Bar.“

Kleine Räuber am Futterhäuschen

Wir haben unseren Garten winterfest gemacht. Dort, wo im Sommer die Gartenstühle auf der Terrasse stehen, steht jetzt das Vogelhäuschen.

Tagsüber herrscht dort reges Treiben, wenn die Vögel im bunten Wechsel ein- und ausfliegen und sich an dem Futter erfreuen. In letzter Zeit fiel mir jedoch auf, dass das Futterhäuschen morgens immer komplett leer war – obwohl ich am Abend vorher noch reichlich nachgelegt hatte. Da Vögel in der Dunkelheit bekanntermaßen nicht mehr fliegen und fressen, musste ein anderer Gast am Werk sein. Meine Neugier war geweckt – das musste ich genauer wissen!

Und wirklich: Als ich später durch die Scheibe unserer Terrassentür schaute, sah ich den Grund. Zu später Stunde kommen kleine Räuber und bedienen sich am Futter. An einem Abend schaute zuerst ein Waschbär vorbei, den ich direkt auf einem Foto festhalten konnte. Doch damit nicht genug: Am nächsten Abend tauchte auf einmal auch noch ein Marder auf und plünderte das Häuschen.

Unerwarteter Besucher in der Dunkelheit: Ein Waschbär plündert das Futterhäuschen.


Der Waschbär: Ein cleverer Einwanderer

Der Waschbär stammt ursprünglich aus Nordamerika und gilt bei uns als invasive Art. Man erkennt ihn sofort an seiner markanten Gesichtsmaske und dem geringelten Schwanz. Mit seinen äußerst beweglichen Vorderpfoten ist er ein geschickter und cleverer Dieb, der problemlos jede Beute greifen kann.

Im Herbst frisst er sich eine dicke Fettschicht für den Winter an – das teure Vogelfutter schmeckt ihm in der Dunkelheit offenbar wie im Fünf-Sterne-Restaurant.

Auf leisen Pfoten unterwegs: Der Steinmarder lässt sich am Futterplatz blicken.


Der Steinmarder: Der gewandte Meisterdieb

Der Steinmarder ist ein schlanker, flitziger Raubgeselle, der sich durch seine extreme Gelenkigkeit problemlos durch jede kleinste Lücke manövriert. Man erkennt ihn an seinem charakteristischen, reinweißen Kehlfleck, der tief in die Vorderbeine reicht, sowie an seiner hellen Nase.

Er liebt ebenfalls den Blick in fremde Gärten und holt sich als versierter Jäger gerne die leichte Beute am Futterhäuschen.

So schützt man das Vogelfutter

Wer die ungebetenen nächtlichen Besucher fernhalten möchte, kann ein paar einfache Vorkehrungen treffen:

  1. Futter reinholen: Das Vogelfutter abends abnehmen und erst am nächsten Morgen wieder hinstellen.
  2. Tonnen zumachen: Müll und Kompost gut verschließen.
  3. Wege versperren: Glatte Metallrohre oder Manschetten an Stangen verhindern, dass die Tiere nach oben klettern.