Frühlingsmomente im Sauerland

Von sonnigen Wegen bis zu urigen Bachtälern.

Das sonnige Wetter der letzten Tage war ideal, um draußen unterwegs zu sein. Rund um Schmallenberg-Schanze, Jagdhaus, Winterberg und das Renautal haben wir die Zeit genutzt und waren sowohl mit dem Rad als auch zu Fuß in der Natur.

Aussicht von Schmallenberg-Schanze ins Schmallenberger Sauerland

Schöne Aussicht von Schanze ins Schmallenberger Sauerland

Sonnige Trails und Schneereste

Den Anfang machte eine Biketour rund um Winterberg. Es war ein richtiges Erlebnis, bei strahlendem Sonnenschein durch die Landschaft zu fahren, während am Poppenberg tatsächlich noch der Skilift lief. Ein genialer Kontrast: Auf der einen Seite startet die Bike-Saison, auf der anderen Seite liegen noch die letzten Schneereste auf der Piste.

Entdeckungen rund um Jagdhaus

In Jagdhaus ging es etwas ruhiger zu. Wir sind ein Stück über den Rothaarsteig spaziert und haben dabei einen Abstecher zum Kleinen Heidkopf gemacht. Dort, auf über 700 Metern Höhe, liegt ein besinnlicher Kreuzweg, den wir eher zufällig entdeckt haben. Es ist ein wirklich friedlicher Ort, an dem die einzelnen Stationen über einen weichen Grasweg miteinander verbunden sind. Unser Weg führte uns zudem an der Hubertus-Kapelle vorbei. Diese kleine Kirche mitten im Dorf wurde in den 1930er-Jahren von den Familien des Ortes gemeinsam errichtet und wird bis heute liebevoll von einer Gemeinschaft gepflegt.

Natur pur im Renautal

Ein weiteres Highlight war der Brückenpfad im Renautal zwischen Winterberg und Altastenberg. Wer in der Natur so richtig abschalten möchte, findet hier eine wunderbare Idylle. Der Weg schlängelt sich durch einen dichten Wald, der mit seinen alten Bäumen fast wie ein kleiner Urwald wirkt. Es geht über schmale Wurzelpfade, weiche Waldwege und urige Holzstege, während man immer wieder die Renau überquert. Das leise, stetige Plätschern des Wassers ist ein wunderbarer Begleiter und sorgt für eine Ruhe, bei der man die Umgebung ganz intensiv wahrnimmt. Auch wenn es in den Hochlagen noch etwas dauert, bis alles grün wird, bietet das Renautal schon jetzt eine erholsame Auszeit.

Talfahrt mit Fernsicht bei Schanze

Zum Abschluss stand noch einmal Schmallenberg-Schanze mit dem Rad auf dem Programm. Während der Großteil der Wanderer von Schanze aus auf der Höhe bleibt und Richtung Kühhude oder Hängebrücke läuft, bietet die Tour hinunter ins Tal Richtung Gut Vorwald ganz neue Ausblicke. Der Weg oben ist allgemein bekannt, doch die Strecke talwärts belohnt mit tollen Panoramen. Auch wenn sie etwas mehr Kondition fordert, bietet sie eine hervorragende Alternative – egal ob mit dem Rad oder zu Fuß.

Huckepack ins Glück

In der Welt der Kröten ist die Rollenverteilung glasklar: Sie schleppt, er genießt die Aussicht. Dass die beiden mitten auf dem Radweg wie ein Stein aussahen, hätte fast böse geendet. Zum Glück habe ich noch rechtzeitig gebremst, sodass sie nicht unter dem Reifen meines Bikes gelandet sind. Ich habe das Duo dann behutsam ans Ufer gesetzt – Rettungsaktion geglückt und mein Karma-Konto war für diesen Tag definitiv ausgeglichen. ツ

Aussicht von Schmallenberg-Schanze ins Schmallenberger Sauerland

Krötenwanderung: Sie schleppt, er genießt die Aussicht.

Fazit:

Die Tage in der Natur haben gezeigt, wie abwechslungsreich das Sauerland ist. Von den letzten Schneeresten in Winterberg über die vielen schönen Panoramaaussichten bis hin zum urigen Pfad im Renautal gab es unterwegs immer wieder etwas zu entdecken. Solche Ausflüge sind der beste Beweis dafür, dass man gar nicht weit weg muss, um einfach mal rauszukommen und den Akku wieder aufzuladen.