Eiszeit am Kahlen Asten

Heute Morgen reichte eine kurze Fahrt hinauf zum Kahlen Asten, um in eine völlig andere Welt abzutauchen. In der Astenheide herrschten klirrende minus 9 Grad, die sich durch den eisigen Wind noch um ein Vielfaches kälter anfühlten. Nebel verwandelte die Landschaft in eine surreale Kulisse, in der die Zeit stillzustehen schien. Besonders beeindruckend war das Raueis, das jeden Baum und jeden kleinsten Ast mit einer dicken, weißen Kristallschicht überzogen hatte. Zwischen den mystischen Baum-Silhouetten und den sanften Konturen der Schneelandschaft war, außer mir, keine Menschenseele anzutreffen. Lediglich zwei Hundebesitzer mit ihren Fellnasen tauchten als flüchtige Schemen aus dem Grau auf und trotzten gemeinsam mit mir der klirrenden Kälte.

In der Natur ist kein Moment wie der andere, aber der Winter hält die Zeit am liebsten an.